TOP: Wundersames Turnier von Lucic-Baroni
26. Januar 2017
Mirjana Lucic-Baroni hat ihre wundersame Reise in Melbourne fortgesetzt und steht erstmals seit 18 Jahren wieder im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Die Weltranglisten-79. aus Kroatien besiegte bei den Australian Open überraschend New-York-Finalistin Karolina Pliskova (Tschechien/Nr. 5) mit 6:4, 3:6, 6:4. "Ich kann das nicht glauben, das ist verrückt, ich stehe unter Schock. Gott ist gut", sagte die 34-jährige Lucic-Baroni und meinte: "Das macht alles Schlechte, was mir im Leben zugestoßen ist, wieder gut." Nach dem Matchball nach 1:48 Stunden bekreuzigte sie sich, blickte in den blauen Sommerhimmel und kniete sich dann auf den Centre Court in der Rod-Laver-Arena. "Ich habe nicht mal zu träumen gewagt, dass ich noch einmal so zurückkomme", sagte Lucic-Baroni. Vor ihrem letzten Aufschlagspiel hatte sich die Wahl-Amerikanerin, die als Kind und Jugendliche von ihrem gewalttätigen Vater Marinko misshandelt worden war, einen Rosenkranz umgehängt. Die in Florida mit ihrem italienischen Ehemann lebende Lucic-Baroni, Wimbledon-Halbfinalistin von 1999, hatte bei ihrer ersten Australian-Open-Teilnahme vor 19 Jahren ein Match gewonnen. Danach musste sie exakt 6939 Tage auf den nächsten Sieg in Melbourne zu Beginn der letzten Woche warten. In der Zwischenzeit hatte der fünfte Kontinent fünf verschiedene Premierminister.
FLOP: Rausschmiss: Ben-Hatira nicht länger bei D98
Darmstadt 98 und sein in die Kritik geratener Offensivspieler Änis Ben-Hatira gehen getrennte Wege. Wie die Lilien am Mittwoch bekannt gaben, wurde der Vertrag mit dem 28-Jährigen aufgelöst. Ben-Hatira war erst zum Saisonauftakt gekommen und hatte in elf Ligaspielen einen Treffer erzielt. Zuletzt war der Mittelfeld-Akteur wegen seiner Unterstützung der umstrittenen Hilfsorganisation Ansaar International sogar von einem Teil der eigenen Fans kritisiert worden. Vor dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Samstag hatten einige Anhänger Flugblätter verteilt, auf dem die Distanzierung von Ansaar gefordert wurde. Der Verein Ansaar wird von Verfassungsschützern offensichtlich in Verbindung mit der extremistisch-salafistischen Szene gebracht. "Nach Analyse der Gesamtsituation macht eine weitere Zusammenarbeit für beide Seiten keinen Sinn mehr. Der SV 98 beurteilt Ben-Hatiras privates humanitäres Hilfsengagement wegen der Organisation, der er sich dabei bedient, als falsch", sagte Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch. Er ergänzte kryptisch: "Trotzdem halten wir es angesichts der sehr komplexen und sensiblen Thematik für bedenklich, dass sich in Bezug auf die getroffene Entscheidung nun wahrscheinlich einzelne Personen als Sieger fühlen werden."
Top und Flop vom Vortag
No Sports
Mann verwechselt Blumen mit Salat
Gerücht des Tages
Gladbach-Interesse an Sturmtalent Dolberg