| Zu einer Eskalation der Gewalt kam es am Rande des Athener Derbys zwischen Panathinaikos und Olympiakos im Olympiastadion. Angesichts der schlimmen Ausschreitungen verkam der Fußball zur Nebensache, hunderte von Chaoten hatten die Bühne des Spitzenspiels für ihre Zwecke missbraucht. Elf Minuten vor Schluss wurde die Partie abgebrochen. Hooligans hatten dutzende Molotow-Cocktails auf die mit etwa 50.000 Zuschauern besetzten Tribünen und das Spielfeld geworfen. Im Stadion brannte es an etwa 30 Stellen, berichteten griechische Medien. Schon während der Pause hatten Hunderte Hooligans versucht ohne Tickets ins Stadion zu gelangen. Sie warfen Brandflaschen auf die Polizei, diese setzte massiv Tränengas ein. Dutzende Fans und Polizisten wurden nach Angaben der Polizei und von Krankenhäusern verletzt. Die zweite Halbzeit begann mit knapp einstündiger Verspätung, da stickige Tränengaswolken ins Stadion gelangten. Kurz vor Schluss war die Situation weiter eskaliert, Olympiakos hatte durch einen Treffer von Djamel Abdou (51.) in Führung gelegen. Dutzende Molotow-Cocktails flogen auf Tribünen und dann auch auf das Spielfeld. Schiedsrichter, Spieler und Betreuer flüchteten in die Kabine. "Ich wünsche ich könnte über Fußball reden, der ganz Griechenland faszinieren würde. Ich verstehe nicht warum das alles passiert", sagte der Trainer von Panathinaikos Athen, Jesualdo Ferreira. "Niemand von uns hat es verdient, solche Angst zu erleben. Ich will mich bei allen entschuldigen. Es tut mit leid", sagte der Portugiese weiter. Deutlicher wurde Panathinakos-Innenverteideiger Josu Sarriegi: "Ändert endlich den griechischen Fußball." |