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13.05.2012
![]() Torwart Dennis Endras ließ sich entnervt auswechseln Die Zeiten in denen Deutschland zweistellige Klatschen gegen Kanada oder Russland kassierte, schienen längst vergessen, nun wurde mit einem 4:12-Debakel gegen Norwegen ein neues Kapitel aufgeschlagen. Es war die höchste WM-Niederlage seit dem 1:10 gegen Kanada 2008. Bedenklich stimmte die Tatsache, dass es für die DEB-Auswahl in dieser Partie noch um den Einzug in die Runde der letzten Acht ging und trotzdem eine dermaßen indiskutable Leistung abgeliefert wurden. Nach drei Viertelfinalteilnahmen in Serie ist der Höhenflug Deutschlands vorerst beendet. Patrick Thoresen (1./2./33. Minute) mit einem Dreierpack, je zweimal Per-Age Skroder (34./41.) und Mats Trygg (35./53.), sowie Martin Roymark (6.), Lars Erik Spets (24.), Juha Kaunismaki (25.), Jonas Holos (28.) und Mats Hansen (44.) demütigten die DEB-Auswahl beim höchsten norwegischen Sieg gegen Deutschland überhaupt. Düsseldorfs Patrick Reimer (39.), AHL-Profi Justin Krueger (42.), Mannheims Marcus Kink (47.) und Christoph Fischer (58.) gelang nur Ergebniskorrektur. Durch die erst vierte Niederlage im 16. WM-Spiel gegen die Skandinavier bleibt die Auswahl des DEB in der Gruppe B mit sechs Punkten Sechster. Der Tabellenvierte Norwegen machte dagegen mit nun zehn Zählern einen großen Sprung in Richtung Viertelfinale. Eine indiskutable Anfangsphase ließ Deutschland schon früh hoffnungslos zurückfallen. Norwegen nutzte Undiszipliniertheiten und Abwehrfehler gnadenlos aus. Nach nur anderthalb Minuten sah sich Kölliker bereits zu einer Auszeit gezwungen. Durch den Doppelschlag durch KHL-Profi Thoresen (St. Petersburg) stand es da bereits 0:2. Trotz des Spiels nur 28 Stunden zuvor hatte Kölliker wieder seiner Nummer eins von HIFK Helsinki vertraut. Auch der Torhüterwechsel brachte indes keine Besserung. Deutschland kämpfte sich zwar kurzzeitig zurück und erspielte sich einige Chancen. Straubings Florian Ondruschka traf dabei nur den Pfosten. Doch im Mittelabschnitt brachen im deutschen Team alle Dämme. Weiterführende Links:
Fast jeder Schuss Norwegens landete im Netz. Deutschlands Profis schlichen bereits wie geprügelte Hunde über das Eis, als die deutschen Fans sarkastisch vom "Finale" sangen. Ohne körperlichen Einsatz, ohne Kampfgeist und ohne Moral ergab sich die DEB-Auswahl ihrem Schicksal. Zum Schlussdrittel brachte Kölliker erneut Endras, der indes nach nur 44 Sekunden wieder hinter sich greifen durfte und damit einen erneuten Torreigen erlebte. Gut sieben Minuten vor dem Ende hatte Endras erneut genug, fuhr entnervt vom Eis und zerschlug aus Frust seinen Schläger. |